Ich möchte auch gerne ein wenig Persönliches von mir preisgeben.
Ich bin nun mittlerweile 34 Jahre alt, Mutter eines Sohnes der 3 1/2 Jahre alt ist und nun ist auch noch ein zweites männliches Familienmitglied dazu gekommen und immer noch verheiratet. Es gab bisher Höhen und Tiefen und im Moment probieren wir einen kleinen Neuanfang und versuchen uns wieder zusammen zu raufen. Ich hoffe, dass es funktioniert, denn meine Familie und auch mein Mann liegen mir sehr am Herzen.
Ich lebe in einem ganz ganz kleinen Dorf, hier stehen so ca. 8 Häuser. Wir wohnen hier seit 3 Jahren. Wir haben ein Haus, mit Garten und vielen Tieren.
Ich steh total auf den Film "Message in a Bottle" - Buch und Musik gehören natürlich auch dazu. Ich liebe Australien, obwohl ich noch nie da war. Meine absolute Lieblingsserie ist natürlich "McLeods Töchter" und musikmässig höre ich am liebsten Annett Louisan.
Ich bin vor ca. 9 Jahren bewusst an Depressionen erkrankt, wahrscheinlich aber noch viel früher, nur eben unerkannt oder verkannt. Ich habe damals gearbeitet, einen Job gemacht, der mir sehr viel Spass gebracht hat. Mittlerweile bin ich im Moment noch Hausfrau und Mutter, aber ich arbeite dran, dass ich wieder ins Berufsleben einsteigen kann. Das ist hier zwar nicht ganz so einfach, aber irgend wie schaffe ich das schon.
Meine Depressionen wurden stationär und auch ambulant behandelt. Ich hatte dann für ca. 3 Jahre Ruhe. Aber vor 2 Jahren ist meine Oma gestorben, die ich wirklich sehr geliebt habe. Und lange Zeit war das Leben nicht mehr schön. Jetzt ist das anders. Ich habe wieder eine sogenannte beste Freundin. Smile liebe Grüsse an Dich Beate :-) Früher grübelte ich nur noch, drehte mich emotional im Kreis.
Der Tod meiner Oma und andere familiäre sch... Ereignisse haben die Depressionen wieder ausgelöst, der Ärger mit meinem Mann kam dazu, Unstimmigkeiten mit der Verwandtschaft und auch Enttäuschung, dass mich nahezu alle „Freunde“ wohl abgeschrieben hatten. Was soll man machen, wenn man plötzlich merkt, dass man alleine ist, keiner einem hilft und sich keiner mehr für Dich interessiert? Ich weiss es nicht. Es ist, als ob Du versuchst gegen den Strom zu schwimmen.
Also machte ich das, was ich meistens getan habe, ich igel mich ein, gehe so gut wie nicht mehr raus. Kapsel mich von allen ab und rede nicht mehr darüber, wie es mir geht. Ich ziehe mich in mich selbst zurück und setze eine Maske auf für alle anderen. Niemand sieht mehr, wie es mir geht, weil sie es nicht sehen wollen. Ich mache meine Hausarbeit, halte das Haus sauber, mach die Wäsche, koche das Essen und ansonsten hänge ich innerlich meinen Gedanken nach und grübel vor mich hin.
Aber so ab und an gibt es auch mal positives - ein lang gehegter Klein-Mädchen und trotzdem Gross-Frauen Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich habe ein Pferd - mein Zorro.
Ein absolut gutmütiger Kerl, ganz lieb und brav - nur muss er noch ne Menge lernen. Ich hab von meiner Ärztin das Okay zum Reiten lernen gekriegt. Es gab ja immer von früheren Orthopäden Bedenken wegen meiner Bandscheibe - aber nun darf ich. Soll sogar gut sein. Also lernt Zorro jetzt, und ich lerne jetzt und im Frühjahr darf ich ihn dann wohl endlich selbst reiten.
Nunja mit Reiten war durch meine Schwangerschaft erst mal für ne Weile Schluss, aber selbst das Putzen von ihm hat mich eigentlich immer wieder zu mir selbst zurück geführt.
Dann lernte ich auch meine neue beste Freundin kennen, und irgend wie hatte ich das Gefühl, wir denken in vielen Sachen wie Zwillinge, auch hat sie mir geholfen, meine Ehe wieder ein bisschen in die richtige Spur zu kriegen.
Und mein Glück ist perfekt durch meinen kleinen zweiten Sohn, den ich genauso abgöttisch liebe, wie meinen ersten jetzt "grossen" Krümelkeks.