Die Angehörigen

Hier ein paar nützliche Tips

1. Depression ist eine echte Erkrankung.

2. Depression ist eine behandelbare Erkrankung.

3. Antidepressiva und psychotherapeutische  Führung / Behandlung sind heute bewährter Standard von Therapie.

4. Besserung von Symptomatik, Wiedererlangung von Arbeits- und Beziehungsfähigkeit sind Therapieziele.

5. Die Behandlung einer Depression braucht Zeit und Geduld und Kompetenz.

6. Depressives Nichleistenkönnen ist echtes Nichtkönnen, kein Nichtwollen.

7. Depressive Angehörige sollten nicht überfordert, aber auch nicht ganz entlastet werden.

8. Suizidialität muß als Notsignal beachtet werden. Über die Selbstmordgefährdung soll mit dem Depressiven offen gesprochen werden, da man sich nur dadurch ein Bild über das wirkliche Risiko machen kann. Mann muss allerdings bedenken, dass schwer Selbstmordgefährdete ihre Absicht verschleiern oder zu verheimlichen versuchen, da sie befürchten, sonst an der Durchführung gehindert zu werden oder in eine Psychatrie zwangseingewiesen zu werden.

9. Zusammenarbeit mit behandelndem Artz ist wichtig und notwendig. Es sollte aber auch akzeptiert werden, wenn der Betroffene dies nicht möchte.

10. Die Behandlung einer Depression kann zur Langzeittherapie werden.

11. Depressive Menschen sind kranke Menschen, die weder arbeitsscheu noch hysterisch noch hypochondrisch sind.

12. Da depressive Patienten größte Schwierigkeiten haben, Entscheidungen zu treffen, soll man sie während der Erkrankung zu keinen Entscheidungen zwingen. Sie würden diese nach Abklingen der Depression wieder bereuen.

13.Depressive können nicht wollen, und es ist daher sinnlos, an ihren Willen zu appellieren. Durch derartige Apelle kann der Zustand sogar noch verschlechtert werden, da die Betroffenen sich dann erst bewußt werden, dass sie nicht wollen können, worunter sie besonders leiden.

14. Es ist für die Patienten wichtig, dass die Angehörigen sie darin bestärken, die Medikamente regelmäßig zu nehmen und dies eventuell diskret überwachen.

15. Es ist wichtig, das Befinden von Depressiven zu akzeptieren, so wie sie es schildern. Wenn man depressive Patienten davon überzeugen möchte, dass es ihnen besser geht, als sie sich fühlen, verliert man ihr Vertrauen.